Notation

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Stimmung

Zielsaite

Kammerton

So verwendest du das Stimmgerät

  1. Aktiviere das Mikrofon über die Schaltfläche und erteile die Freigabe, die der Browser anfordert. Die Seite muss über HTTPS laufen, was auf dieser Website der Fall ist.
  2. Wähle die Stimmung aus der Liste: Standard, Drop D, Drop C, einen Halbton oder einen Ganzton tiefer, DADGAD, Open G, Open D, Open E, 7-saitige Gitarre, Bass mit 4 oder 5 Saiten.
  3. Spiel eine leere Saite. Die Nadel zeigt die Abweichung zum nächstgelegenen Ton in Cent (ein Halbton entspricht 100 Cent). Darunter erscheinen Tonname und Frequenz in Hertz.
  4. Dreh an der Mechanik, bis die Nadel in die mittlere Zone von plus/minus 3 Cent eintritt. Zu weit links ist die Saite zu tief: anziehen. Zu weit rechts ist sie zu hoch: lockern.
  5. Standardmäßig erkennt das Werkzeug die nächstgelegene Saite automatisch. Kommt es bei den tiefen Saiten durcheinander, sperrst du die Zielsaite per Klick.

Mit den Referenztönen stimmst du nach Gehör: Spiel den Ton einer Saite ab, dann die Saite selbst, und lass die Schwebung verschwinden. Der Kammerton lässt sich von 415 bis 466 Hz einstellen, mit Kurzwahl für 432, 440 und 442 Hz. Belass ihn bei 440 Hz, wenn es keinen konkreten Grund für eine Änderung gibt.

Tipps aus der Praxis

  • Stimm immer von unten zum Ton hin. Ist die Saite zu hoch, lockere sie deutlich unter die Zieltonhöhe und zieh sie dann wieder hoch. So setzt sich die Saite in Zugrichtung an Sattel und Mechanik und hält die Stimmung länger.
  • Dämpfe die Saiten, die du gerade nicht stimmst, mit der Handkante. Eine mitschwingende Nachbarsaite stört die Erkennung und lässt die Nadel zittern.
  • Spiel leiser, als du denkst. Ein harter Anschlag treibt die Tonhöhe für einen Sekundenbruchteil nach oben. Ein mittlerer Anschlag, nach etwa einer Sekunde abgelesen, liefert den richtigen Wert.
  • Prüf die Intonation am 12. Bund. Sobald die leere Saite stimmt, vergleichst du das Flageolett am 12. Bund mit dem am 12. Bund gegriffenen Ton. Ist der gegriffene Ton zu hoch, muss der Saitenreiter nach hinten; ist er zu tief, nach vorn. Der Ratgeber zur Gitarrenpflege erklärt das Vorgehen.
  • Nach einem Saitenwechsel jede Saite sanft dehnen, nachstimmen und das Ganze zwei- bis dreimal wiederholen. Neue Saiten, die die Stimmung nicht halten, haben sich schlicht noch nicht fertig gedehnt.

Grenzen und Transparenz

Dieses Stimmgerät analysiert das Signal des Mikrofons deines Geräts. Seine Genauigkeit hängt also von diesem Mikrofon und von den Umgebungsgeräuschen ab: In einem ruhigen Raum mit einem aktuellen Laptop ist die Anzeige auf ein Cent stabil; im Proberaum oder mit einem billigen Mikrofon wird sie unruhig, vor allem beim tiefen E und am Bass.

Es ersetzt weder ein Clip-Stimmgerät, das die Schwingung des Holzes abliest und Lärm ignoriert, noch ein Stimmgerät-Pedal, das das Signal stummschaltet und den Ausgang der Gitarre direkt auswertet. In der Band, bei der Probe und auf der Bühne bleibt eines von beiden unverzichtbar. Unser Vergleich der Stimmgeräte und der Test des TC Electronic PolyTune 3 zeigen, was die Investition bringt.

Und schließlich: Das Werkzeug stimmt nicht polyphon, es liest eine Saite nach der anderen. Wer alle sechs Saiten zusammen anschlägt, bekommt einen Tonbrei zurück.

Weiterführend

Häufige Fragen

Funktioniert das Online-Stimmgerät mit einer Akustikgitarre?

Ja. Das Mikrofon des Computers oder Telefons nimmt den Klang des Korpus direkt auf. Halte 30 bis 50 cm Abstand zum Mikrofon, sorge für einen ruhigen Raum und schlage die leere Saite kräftig an. Eine unverstärkte E-Gitarre funktioniert ebenfalls, das Signal ist aber schwächer: Geh näher ans Mikrofon.

Warum zittert die Nadel ständig?

Eine frisch angeschlagene Saite ist reich an Obertönen und in der ersten Sekunde leicht zu hoch. Lass den Ton sich setzen, bevor du die Nadel abliest, dämpfe die übrigen Saiten mit dem Handballen und spiel leiser. Bleibt es unruhig, sind meist Umgebungsgeräusche oder ein schlechtes Mikrofon die Ursache.

Auf 440 Hz oder auf 432 Hz stimmen?

440 Hz ist die nahezu universelle Referenz: Aufnahmen, Bands, Orchester und Instrumente mit fester Tonhöhe wie das Klavier verwenden sie. 432 Hz ist nur sinnvoll, wenn du mit Musikern spielst, die sich dafür entschieden haben; 442 Hz kommt in manchen Orchestern vor. Im Zweifel bleibst du bei 440 Hz.

Meine tiefe E-Saite wird als H oder als hohes E erkannt. Ist das normal?

Das ist ein klassisches Erkennungsproblem bei tiefen Saiten: Das Mikrofon nimmt den zweiten oder dritten Oberton stärker auf als den Grundton. Schlag die Saite sanfter an, eher über dem 12. Bund, oder sperre die Zielsaite, damit das Stimmgerät mit dem richtigen Ton vergleicht.

Wird das Mikrofon aufgezeichnet oder irgendwohin gesendet?

Nein. Die Analyse läuft vollständig im Browser, kein Ton verlässt das Gerät. Der Browser fragt bei jeder Aktivierung nach der Mikrofonfreigabe, und du kannst sie jederzeit in den Einstellungen widerrufen. Die Seite muss über HTTPS ausgeliefert werden, damit das Mikrofon verfügbar ist.

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026