Notation

Saitenspannung

Mensur, Stimmung und einen vorgegebenen Saitensatz wählen (oder jede Saitenstärke von Hand einstellen), um die Spannung jeder Saite zu schätzen.

LeersaiteSaitenstärke (Tausendstel Zoll)TypSpannung (kg)Spannung (lb)Gefühl
E2
7,917,5normal
A2
8,919,5normal
D3
8,318,4normal
G3
7,516,6normal
H3
7,015,4normal
E4
7,316,2normal
Gesamtspannung46,9103,5

Schätzung anhand der von D'Addario veröffentlichten Längengewichte für blanke Stahlsaiten und nickelumsponnene Saiten. Bei Phosphor-Bronze-Saiten für Westerngitarren weichen die Werte um einige Prozent ab.

Tempo ↔ Millisekunden

Mehrmals im gewünschten Tempo tippen: der Durchschnitt der letzten 4 Abstände ergibt die BPM.

NotenwertDauer (ms)
Ganze Note2.000,0
Halbe Note1.000,0
Punktierte Halbe1.500,0
Viertelnote500,0
Punktiertes Viertel750,0
Achtelnote250,0
Punktiertes Achtel375,0
Achteltriole166,7
Sechzehntelnote125,0
Sechzehnteltriole83,3

Aus einer Dauer in ms

BPM, falls Viertelnote120,0
BPM, falls Achtelnote60,0

Impedanz und Leistung

Lautsprecher

4,00 ΩGesamtimpedanz

LautsprecherLeistungsanteil
8 Ω50 %
8 Ω50 %

Parallelschaltung: an allen Lautsprechern liegt dieselbe Spannung an, die Leistung verteilt sich umgekehrt proportional zur Impedanz (der Lautsprecher mit dem niedrigsten Ω-Wert bekommt am meisten Leistung).

Röhrenverstärker: die am Amp gewählte Ausgangsimpedanz einhalten. Eine etwas höhere Last als vorgesehen ist gerade noch tolerierbar; niemals eine niedrigere Last, und niemals ohne angeschlossene Last betreiben.

Transistorverstärker: nie unter die vom Hersteller angegebene Mindestimpedanz gehen, sonst droht ein Schaden an der Endstufe.

Ohmsches Gesetz

Zwei Werte aus U, I, R und P eingeben: die beiden anderen werden automatisch berechnet.

Watt → Dezibel

+3,0 dBVerstärkung

  • ×2 = +3 dB
  • ×10 = +10 dB
  • Wahrgenommene Lautstärke verdoppeln ≈ +10 dB

Umrechnungen

Zoll ↔ Millimeter

Saitenstärke (Tausendstel Zoll ↔ mm)

Pfund ↔ Kilogramm

Griffbrettradius

Radiusmm
7,25″184,1
9,50″241,3
12,00″304,8
16,00″406,4

Gängige Mensuren

Mensurmm
25,5″ (Fender, Ibanez…)647,7
24,75″ (Gibson)628,7
25″ (PRS)635,0
24″ (Jaguar, Mustang)609,6
27″ (Bariton)685,8
34″ (Bass)863,6
30″ (Short-Scale-Bass)762,0

Gängige Saitenlage

HöheGefühl
1,5 mm≈ 4/64″
2,0 mm≈ 5/64″

So verwendest du die Rechner

Jeder Rechner arbeitet unabhängig; wähl den passenden Reiter.

  1. Saitenspannung: Gib die Mensur der Gitarre an (25,5 Zoll bei Stratocaster oder Telecaster, 24,75 bei einer Les Paul, 34 Zoll bei den meisten Bässen), die Stimmung und dann die Stärke Saite für Saite oder einen kompletten Satz von 8-38 bis 13-56 (plus Bass-Sätze). Das Ergebnis erscheint in Kilogramm oder Pfund je Saite und in Summe, mit der Einordnung weich, normal oder straff.
  2. Tempo in Millisekunden: Gib die BPM ein und lies die Dauer jeder Notenlänge ab (Ganze, Halbe, Viertel, Achtel, punktierte Achtel, Triole, Sechzehntel). Nützlich für Delay, Tremolo oder LFO.
  3. Lautsprecherimpedanz: Füge deine Lautsprecher in Reihe oder parallel hinzu und lies die Gesamtimpedanz ab, mit den Regeln für Röhren- und Transistorverstärker.
  4. Ohmsches Gesetz und Watt in dB: Spannung, Strom, Widerstand und Leistung; Vergleich zweier Leistungen in Dezibel.
  5. Umrechnungen: Zoll in Millimeter und zurück, Saitenstärke in Tausendstel Zoll in Millimeter, Pfund in Kilogramm, Griffbrettradius, Saitenlage.

Tipps aus der Praxis

  • Denk in Spannung, nicht in Stärke. Ein 10-46 auf 24,75 Zoll Mensur ist weicher als derselbe Satz auf 25,5 Zoll. Fühlt sich eine andere Gitarre anders an, erklärt der Rechner, warum, und hilft, dasselbe Spielgefühl wiederzufinden.
  • Gleich den Satz aus. Sieh dir die Spannung Saite für Saite an: Bei vielen Standardsätzen ist die G-Saite deutlich straffer als ihre Nachbarn. Eine umsponnene G-Saite oder eine Zwischenstärke auf dieser Saite kann ein Ungleichgewicht beheben, das beim Bending stört.
  • Delay auf punktierte Achtel, Tremolo auf Achtel. Für den Edge-Effekt stellst du das Delay auf die punktierte Achtel und spielst gleichmäßige Achtel. Für ein rhythmisches Tremolo passen Achtel oder Sechzehntel besser. Das auf der Website getestete TC Electronic Flashback hat Tap Tempo, was die Rechnerei optional macht; für ein Delay nur mit Regler bleibt der ms-Wert nützlich.
  • Zwei 8-Ohm-Lautsprecher parallel ergeben 4 Ohm, in Reihe 16 Ohm. Bevor du eine zusätzliche Box an einen Röhrenverstärker hängst, prüf, ob die Summe einer Stellung des Wahlschalters entspricht. Von den auf der Website getesteten Combos beschriften der Fender Blues Junior IV und der Marshall DSL20HR ihre Ausgänge eindeutig.
  • Stärke gewechselt, Setup prüfen. Der Wechsel von 9-42 auf 11-49 bringt mehrere Kilo mehr Spannung: Die Halskrümmung verändert sich, die Saitenlage steigt. Der Ratgeber zur Gitarrenpflege beschreibt die Einstellung von Halsstab und Saitenlage.

Grenzen und Transparenz

Die Spannungsberechnung beruht auf den von D’Addario veröffentlichten Längengewichten für Nickelsaiten (E-Gitarre) und auf der klassischen physikalischen Formel, die Spannung, schwingende Länge, Frequenz und Masse verknüpft. Es ist eine Schätzung: Phosphorbronze, Edelstahl, Saiten mit Sechskant- oder Rundkern oder Saiten anderer Hersteller weichen um einige Prozent ab. Auch die tatsächliche schwingende Länge unterscheidet sich wegen der Stegkompensation leicht von der nominellen Mensur.

Die Einordnung weich/normal/straff ist ein Anhaltspunkt und entspricht gängiger Praxis auf E- und Akustikgitarre, keiner Herstellerempfehlung. Die Werte für Saitenlage und Radius sind Größenordnungen.

Der Impedanzrechner ersetzt nicht das Handbuch deines Verstärkers: Die Toleranzen bei Fehlanpassung unterscheiden sich je nach Hersteller, und manche Röhrentopteile tolerieren gar keine. Im Zweifel ist die exakte Impedanz die einzig sichere Regel. Der Ratgeber zum ersten Verstärker erklärt die Unterschiede zwischen Röhre und Transistor.

Weiterführend

  • Das Online-Stimmgerät, um die Stimmung nach einem Wechsel der Saitenstärke zu prüfen.
  • Das Metronom, um das Tempo für den Delay-Rechner zu ermitteln.

Häufige Fragen

Welche Saitenstärke für Drop C?

Einen Ganzton tiefer zu stimmen kostet bei gleicher Stärke rund 20 % Spannung: Ein 10-46-Satz wird in Drop C schlaff und schnarrt. Der Rechner zeigt, dass ein 11-52- oder 12-56-Satz die Spannung wieder in die Nähe eines 10-46 in Standardstimmung bringt. Prüf anschließend den Sattel, der für dickere Saiten nachgearbeitet werden muss.

Wie stellt man ein Delay auf das Tempo des Stücks ein?

Teile 60 000 durch das Tempo in BPM, um die Dauer einer Viertelnote in Millisekunden zu erhalten: Bei 120 BPM dauert eine Viertel 500 ms, eine Achtel 250 ms und eine punktierte Achtel 375 ms. Die punktierte Achtel ist die klassische Einstellung für rhythmische Rock- und Pop-Delays. Gib das Tempo in den Rechner ein und übertrag den Wert aufs Pedal.

Kann man eine 16-Ohm-Box an einen 8-Ohm-Verstärker anschließen?

An einem Transistorverstärker ja: Eine höhere Impedanz als angegeben ist ungefährlich, der Verstärker liefert nur etwas weniger Leistung. Eine niedrigere Impedanz kann ihn dagegen überhitzen. Bei einem Röhrenverstärker muss die am Ausgangswahlschalter eingestellte Impedanz passen; eine Abweichung um eine Stufe wird von den meisten Herstellern toleriert, aber lies das Handbuch.

Ist ein 100-W-Verstärker doppelt so laut wie ein 50-W-Verstärker?

Nein. Die doppelte Leistung bringt 3 dB, was das Ohr als etwas lauter wahrnimmt, nicht als doppelt so laut. Für eine gefühlte Verdopplung der Lautstärke braucht es etwa die zehnfache Leistung, also 10 dB. Der Wirkungsgrad des Lautsprechers zählt oft mehr als die Watt des Verstärkers.

Welche Saitenlage gilt als normal?

Auf einer E-Gitarre ist eine Saitenlage von etwa 1,5 bis 2 mm unter der tiefen E-Saite am 12. Bund und etwas weniger unter der hohen E-Saite üblich; auf einer Akustikgitarre sind es auf der Bassseite eher 2 bis 2,5 mm. Das sind Anhaltspunkte, keine Regeln: Spielweise, Saitenstärke und Halskrümmung verschieben den idealen Wert.

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026