Notation
Modus
C DurCAmGEm1♯DHm2♯AFism3♯ECism4♯HGism5♯FisDism6♯DesBm5♭AsFm4♭EsCm3♭BGm2♭FDm1♭

C-Dur / a-Moll

Vorzeichen

Keine Vorzeichen.

Töne der Tonleiter

CDEFGAH
TonikaC
SubdominanteF
DominanteG
ParalleltonartA

So verwendest du den Quintenzirkel

  1. Klick auf eine Tonart im äußeren Ring (Dur) oder im inneren Ring (Mollparallelen). Das Feld zeigt die Vorzeichen im Detail, die Töne der Tonleiter und die sieben leitereigenen Akkorde.
  2. Erkenn die Nachbarn: links die Subdominante (IV), rechts die Dominante (V), innen die Mollparallele. Diese vier Tonarten bilden den Kern der meisten Stücke.
  3. Lies die Vorzeichen ab, indem du die Schritte von C aus zählst: Jeder Schritt im Uhrzeigersinn fügt ein Kreuz hinzu, jeder Schritt dagegen ein B.
  4. Wechsle zu den verknüpften Werkzeugen: Die Tonleiter auf dem Griffbrett und die Akkordfolgen öffnen sich direkt in der gewählten Tonart.

Tipps aus der Praxis

  • Drei benachbarte Akkorde, ein Stück. Nimm eine Tonart und ihre beiden direkten Nachbarn: In G ergibt das C, G und D. Ergänze die drei Mollakkorde innen (Am, Em, Hm) und du hast alle Akkorde eines Popsongs in G.
  • Der Zirkel ist auch ein Dominantenkreis. Gegen den Uhrzeigersinn gelesen ist jeder Akkord die Dominante des nächsten: E7 führt nach A, A7 nach D, D7 nach G. Das ist die Mechanik des Blues-Turnarounds und der meisten Jazzstandards. Wer diese Kette einmal auf dem Griffbrett durchspielt, hört sofort, warum ein Septakkord nach Auflösung verlangt.
  • Finde die Tonart eines Stücks über seinen Schlussakkord. Meist ist das die Stufe I. Prüf im Zirkel, ob die übrigen Akkorde des Stücks seine direkten Nachbarn sind: Wenn ja, ist die Tonart bestätigt.
  • Zum Transponieren drehen. Ein Stück in D, das einen Ganzton tiefer soll, wandert nach C: Jeder Akkord rückt im Zirkel zwei Schritte gegen den Uhrzeigersinn, wie auf einem Zifferblatt. Die Beziehungen zwischen den Akkorden bleiben gleich.
  • Gitarristen-Tonarten. E, A, D, G und C bieten die reichsten offenen Akkorde und die nützlichsten Leersaiten. Im Zirkel liegen sie nebeneinander: Es ist kein Zufall, dass so viele Gitarrenstücke dort zu Hause sind und der Kapodaster dazu dient, andere Tonarten in diese Zone zurückzuholen.

Grenzen und Transparenz

Der Zirkel zeigt die klassische Tonartenlehre: Dur- und natürliche Molltonleitern, leitereigene Drei- und Vierklänge. Er zeigt weder die Modi (D-Dorisch etwa teilt die Vorzeichen von C-Dur, hat aber ein eigenes Zentrum) noch entlehnte Akkorde noch die selten verwendeten theoretischen Tonarten (Gis-Dur, Fes-Dur).

Enharmonische Tonarten erscheinen unter ihrem gebräuchlichsten Namen (Fis oder Ges, Des statt Cis): Auf der Gitarre werden sie gleich gespielt. Das Werkzeug gibt keinen Ton aus; um die Akkorde einer Tonart zu hören, nutzt du die Akkordfolgen.

Und schließlich: Der Zirkel erklärt, warum Akkorde zusammengehören, nicht, wie man sie greift. Für die Fingersätze übernimmt das Akkordlexikon.

Weiterführend

Häufige Fragen

Wozu braucht ein Gitarrist den Quintenzirkel?

Um auf einen Blick die Akkorde zu finden, die zusammengehören. Eine Tonart und ihre beiden Nachbarn im Zirkel ergeben die Stufen I, IV und V, das Rückgrat der meisten Stücke; die drei Molltonarten direkt innen ergeben ii, iii und vi. Er hilft außerdem, Vorzeichen zu lesen, zu transponieren und nahe Tonarten für eine Modulation zu erkennen.

Wie liest man die Vorzeichen einer Tonart im Zirkel ab?

C-Dur oben hat weder Kreuz noch B. Jeder Schritt im Uhrzeigersinn fügt ein Kreuz hinzu (G: 1, D: 2, A: 3 usw.), jeder Schritt gegen den Uhrzeigersinn ein B (F: 1, B: 2, Es: 3 usw.). Die Kreuze erscheinen in der Reihenfolge Fis Cis Gis Dis Ais Eis His, die Bs in umgekehrter Reihenfolge.

Was ist die Mollparallele einer Durtonart?

Die Molltonart, die exakt dieselben Töne und Vorzeichen teilt und deren Grundton eine kleine Terz (drei Bünde) unter dem Dur-Grundton liegt. Die Parallele von C-Dur ist A-Moll, die von G-Dur ist E-Moll. Im Zirkel steht sie direkt innerhalb ihrer Durtonart.

Warum haben manche Tonarten zwei Namen?

Fis-Dur und Ges-Dur bezeichnen auf der Gitarre dieselben Tonhöhen: Es sind enharmonische Tonarten, mit sechs Kreuzen oder sechs Bs geschrieben. Die Wahl hängt von Kontext und Instrument ab; auf der Gitarre ändert sie nichts an den Griffen. Cis und Des, H und Ces sind derselbe Fall.

Wie nutzt man den Zirkel zum Modulieren?

Benachbarte Tonarten im Zirkel teilen sechs von sieben Tönen: Der Wechsel zwischen ihnen ist weich und natürlich. Eine Modulation zur Mollparallele ändert keinen einzigen Ton, nur das Zentrum. Je weiter zwei Tonarten im Zirkel auseinanderliegen, desto abrupter die Modulation, was durchaus gewollt sein kann.

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026