Notation
Grundton
C

Formel : 1, 3, 5

CEG
Griffbild-Anzeige
C – Offene Lage×321
Offene Lage
C – A-Form · Bund 33fr×222
A-Form · Bund 3
C – E-Form · Bund 88fr332
E-Form · Bund 8
C – D-Form · Bund 1010fr××232
D-Form · Bund 10

So verwendest du das Akkordlexikon

  1. Wähle den Grundton aus den zwölf Tönen und anschließend den Akkordtyp: Dur, Moll, Powerchord, sus2, sus4, vermindert, übermäßig, 6, m6, 7, m7, maj7, m(maj7), m7♭5, dim7, 7sus4, add9, 9, m9, maj9, 7♯9 oder maj7♯5.
  2. Blättere durch die Positionen, drei bis fünf je Akkord: die offene Lage, wo es sie gibt, dann die Barré-Formen nach dem CAGED-System, immer weiter oben am Hals.
  3. Schalte die Anzeige um zwischen Fingersatz (welcher Finger auf welcher Saite), Tonnamen und Intervallen (Grundton, Terz, Quinte usw.). Intervalle sind der beste Weg zu verstehen, warum ein Akkord so klingt, wie er klingt.
  4. Hör den Akkord als Arpeggio an, um zu prüfen, ob du wirklich spielst, was das Griffbild zeigt.
  5. Die benachbarten Akkorde (Mollparallele, Dominante, Subdominante, gleicher Grundton in Moll) stehen unten, und die URL der Seite lässt sich unverändert teilen.

Linkshänder aktivieren in den Einstellungen den Spiegelmodus. Die Notation lässt sich zwischen C D E, Do Re Mi und der deutschen Schreibweise (mit H statt B) wählen.

Tipps aus der Praxis

  • Lass jede Saite einzeln klingen. Ein geschlagener Akkord kann eine abgedämpfte Saite verstecken. Spiel die Saiten nacheinander von tief nach hoch: Jeder Ton muss klar klingen. Korrigiere die Krümmung der Finger, bevor du schlägst.
  • Setz die Finger direkt hinter den Bund, nicht in die Mitte des Bundfachs. Es braucht deutlich weniger Druck, der Akkord ist sauberer intoniert und die Hand ermüdet weniger.
  • Barré-Griffe sind verschobene offene Akkorde. Ein F ist ein E, einen Bund höher gespielt, wobei der Zeigefinger den Sattel ersetzt. Ein B ist ein verschobenes A. Merk dir diese beiden Formen (E und A) in Dur und Moll, und du deckst alle zwölf Tonarten ab.
  • Üb die Wechsel, nicht einzelne Akkorde. Wechsle langsam von G nach C und dann nach D und such die Finger, die liegen bleiben können (Ankerfinger). Der Wechsel bringt dich ins Stolpern, nie die Position selbst.
  • Vereinfache, bevor du aufgibst. Ein 9- oder maj7♯5-Akkord wird oft auf vier Saiten gespielt, ohne Grundton oder Quinte. Dafür sind die hohen Lagen dieses Lexikons da.

Grenzen und Transparenz

Die Griffbilder werden durch Transposition von Referenzformen erzeugt: klassische offene Lagen und entlang des Halses verschobene CAGED-Formen. Dieses Verfahren deckt den allergrößten Teil des Bedarfs ab, bietet aber keine ausgefallenen Umkehrungen, keine Jazz-Voicings über nicht benachbarte Saiten und keine sogenannten Drop-2- oder Drop-3-Griffe. Für solche Voicings bleiben eine Jazzschule oder das Gehör die besseren Ratgeber.

Der vorgeschlagene Fingersatz ist ein gebräuchlicher, nicht der einzig mögliche: Handgröße, Halsbreite und Kontext (der Akkord davor und danach) können eine andere Wahl rechtfertigen. Das Lexikon beurteilt auch nicht, wie gut sich eine Position auf einer bestimmten Gitarre greifen lässt: Ein maj7♯5 im 10. Bund ist auf einer E-Gitarre bequemer als auf einer Akustikgitarre mit hoher Saitenlage.

Und schließlich: Das Arpeggio zum Anhören ist ein synthetischer Klang, ohne die klanglichen Nuancen einer echten Gitarre.

Weiterführend

Häufige Fragen

Wie liest man ein Griffbild?

Das Griffbild zeigt den Hals von vorn, Kopfplatte oben: Die senkrechten Linien sind die Saiten, tiefes E links und hohes E rechts, die waagerechten Linien sind die Bünde. Ein Punkt zeigt, wo ein Finger aufsetzt, ein X über dem Bild bedeutet, dass die Saite nicht gespielt wird, ein O, dass sie leer klingt. Eine Zahl links gibt den Startbund für Akkorde weiter oben am Hals an.

Welche Akkorde lernt man zuerst?

Die offenen Akkorde E-Moll, A-Moll, D, C, G und E-Dur decken einen beträchtlichen Teil des Pop-, Folk- und Rockrepertoires ab. Danach kommt das F als Barré, das die verschiebbaren Griffe freischaltet. Jeden Akkord übst du Saite für Saite, bis alle sauber klingen, bevor die Wechsel an der Reihe sind.

Was ist der Unterschied zwischen einem 7- und einem maj7-Akkord?

Beide fügen dem Durdreiklang eine Septime hinzu, aber nicht dieselbe. Der 7-Akkord (Dominantseptakkord) enthält die kleine Septime, einen Ganzton unter dem Grundton: C7 = C E G B, ein bluesiger, spannungsreicher Klang. Der maj7-Akkord enthält die große Septime, einen Halbton unter dem Grundton: Cmaj7 = C E G H, ein weicher, jazziger Klang.

Warum klingt mein Barré nicht?

Meist liegt der Zeigefinger nicht nah genug am Bund oder ist nicht weit genug auf die Seite gerollt; die knochige Kante des Fingers drückt besser als die Fingerkuppe. Prüf außerdem, ob der Daumen hinter dem Hals gegenüber dem Zeigefinger liegt und der Ellbogen nah am Körper bleibt. Eine hohe Saitenlage macht Barrés unnötig schwer: Ein Setup hilft.

Wie spielt man einen Akkord in einer anderen Tonart?

Nimm seine Barré-Form und verschieb sie: Eine E-Form im 3. Bund ergibt G, im 5. Bund A. Die Griffbilder dieses Lexikons zeigen den Startbund jeder Position. Der Kapodaster ist die andere Lösung: Er transponiert offene Akkorde, ohne die Fingersätze zu ändern.

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026